• Home
  • Aktuelles
  • Mehr als 100 Händler aus 17 Nationen und fast 10.000 Besucher

500 Jahre Reformation




Fotos zur Veranstaltung finden Sie hier

Minden
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. 2017 jährt sich zum 500. Mal die durch die Thesen Martin Luthers ausgelöste Reformation. Um den Jahrestag zu würdigen, hat die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) das Projekt „Europäischer Stationenweg“ ins Leben gerufen.
Der Stationenweg beginnt am 3. November in Genf, führt u. a. nach Wien, Prag, Zürich, Rom, Straßburg, London, Dublin, Malmö, Riga – und nach Minden. Ziel ist am 20. Mai 2017 die „Weltausstellung Reformation“ in der Lutherstadt Wittenberg.

„Dass es Minden gemeinsam mit Metropolen wie London und Rom, Wien und Prag in die Liga der Städte auf dem Stationenweg geschafft hat, ist eine kleine Sensation“, sagt Superintendent JürgenTiemann. Das gilt umso mehr, als Minden der einzige Ort aus dem Bereich der Evangelischen Landeskirche von Westfalen ist, der dafür auserwählt worden ist. Ein Wochenende lang, vom 25. bis zum 27. November, wird Minden alle Register ziehen und als Stadt auf dem Stationenweg ein vielseitiges Programm bieten. Um das Veranstaltungswochenende herum sind zahlreiche weitere künstlerisch, politisch oder religiös motivierte Beiträge rund um das Thema Reformation geplant.

Die Minden Marketing GmbH beteiligt sich am Veranstaltungswochenende auf dem Martinikirchhof. Das "Luther-Dorf" wird von unterschiedlichen Reenactment-Gruppen bespielt, die das Leben vor 500 Jahren darstellen. Außerdem wird es Stadtrundgänge zur Mindener Reformationsgeschichte mit der Gruppe "Facing the Past" geben und Spielszenen in der St.-Martini-Kirche zu dem Prediger "Nikolaus Krage" vom Augenblick Theater. Auch die St.-Martini-Kirche wird Innen mit verschiedenen Reenactment-Gruppen belebt.

Dieses Rahmenprogramm erstreckt sich auf einen Zeitraum von September 2016 bis März 2017. Eine 40-seitige Programmbroschüre liegt ab sofort an vielen öffentlichen Orten in Minden und Umgebung wie in Kirchengemeinden, Geldinstituten und Büchereien aus oder kann hier heruntergeladen werden.


Zu dem Gremium, das dieses Programm entwickelt hat, gehören neben dem Evangelischen Kirchenkreis die Stadt Minden und die Minden Marketing, die Volkshochschule, der Geschichtsverein und alle evangelischen Innenstadt-Gemeinden. Vorgesehen sind u. a. die Uraufführung eines Magnificat und eines Reformations-Singspiels, ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler sowie ein Poetry Slam. Der Geschichtsverein plant Vorträge, die VHS eine Themenreihe. Auf dem Martinikirchhof wird es ein „Luther-Dorf“ mit Reenactment geben, im Rathaussaal einen Festakt mit Präses Annette Kurschus und weiteren prominenten Gästen, in St. Marien eine Kunstausstellung und in St. Martini einen historischen Gottesdienst.

Die Schirmherrschaft für den Stationenweg hat Bürgermeister Michael Jäcke übernommen. Unlängst konnte er für die Stadt Minden die Ernennung zur „Reformationsstadt Europas“ entgegen nehmen (am 23. August). Dieser Titel kann von allen Städten beantragt werden, die Teil des Stationenwegs sind, und wird von der GEKE verliehen (Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa). „Beides, sowohl die Beteiligung am Stationenweg als auch die Ernennung zur Reformationsstadt Europas, ist auf Mindens bewegte Geschichte zur Reformationszeit zurückzuführen“, erklärt Jäcke.

Bereits seit den 1520er Jahren hielten der Geistliche Albert Nisius an St. Marien und der zum Pfarrer berufene Heinrich Traphagen an St. Simeonis Predigten mit reformatorischen Inhalten. Der Widerstand seitens der katholischen Geistlichkeit war groß, aber letztlich setzte sich das evangelische Gedankengut durch. Nisius wurde zwar vor das Domkapitel zitiert, kam aber ohne Verurteilung und Strafe davon; Traphagen wurde im Herbst 1529 in Kerkerhaft genommen. 36 angesehene und couragierte Mindener Bürger schlossen sich zusammen, befreiten Traphagen und setzten ihn erneut als Prediger ein. Um sich gegen den katholischen Widerstand zu behaupten, holten sie außerdem Nikolaus Krage nach Minden, der in Wittenberg direkt von Martin Luther ausgebildet worden war, und inzwischen in Stolzenau predigte. Schon sechs Wochen später verkündete Krage in St. Martini eine Kirchen- und Schulordnung für Minden in Form einer Satzung des Rats der Stadt Minden (13. Februar 1530). Noch im selben Jahr wurde auf der Basis dieser Kirchenordnung eine Lateinschule gegründet. Diese Schule besteht bis heute als Ratsgymnasium der Stadt Minden.

Eine Schlüsselrolle spielt für das Programm zum Stationenweg das Motto „Nicht ohne dich“: D. h, es wird eine Reihe von Veranstaltungen geben, bei denen es um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen geht, um die Integration von Flüchtlingen, das Miteinander der Generationen und den interreligiösen Dialog.

Den Imagefilm, sowie die Geschichten-Interviews, die für das Reformationsjubiläum erstellt wurden, finden Sie hier.

Den Flyer mit dem Programm für das Festwochenende können Sie hier downloaden.

Weitere Informationen bei der Minden Marketing GmbH, Domstr. 2, 32423 Minden,
Tel.: (05 71) 829 06 59, E-Mail: info@mindenmarketing.de oder im Web unter www.minden-erleben.de und https://r2017.org/.

Fotos: Cornelia Kirsch © r2017

responsiveMenu

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok