Mindener Zeitinseln

Am Anfang war das Feuer - Urgeschichte in Minden (Steinzeit)

bild SteinzeitNennt mich einen Handwerker, Mundwerker, Schausteller und Archäogaukler. Ein paar Jahre ist's her - unwichtig, wie lang genau -, da hatte ich nur Familie und Karriere im Sinn, und Fußball reizte mich nicht besonders. Und so dacht ich mir, ich wollt ein wenig herumwerkeln und mir die wunderbare Welt der Steinzeit ein bisschen besser besehen und damit ein paar Cent verdienen. Jede Kultur (und Religion) auf diesem Planeten ist aus altüberlieferten sowie zukunftsorientierten - gedanklich nachvollziehbaren, als auch irrationalen Bestandteilen gemischt. Technische Überlegenheit berechtigt noch nicht zu kultureller Überheblichkeit gegenüber älteren oder noch vorhandenen Macharten einer Daseinsbewältigung. So erhält der „Uhrmensch“ von heute von mir über lange Zeiträume überlieferte Daseinbewältigungen vermittelt, den heutigen Freizeitanforderungen angepasst. Mit einer stoischen Sentenz stürzte Cato sich in sein Schwert; ich gehe in die Steinzeit. Daran ist nichts Überraschendes. Von Zeit zu Zeit hegen fast alle Menschen, ob sie's wissen oder nicht, in etwa dieselben Gefühle für irgendeine seltsame Passion. Doch machen Sie sich selbst ein Bild...

Dabei stehen nicht die vollständig authentischen Rekonstruktionen der in den Bereich der experimentellen Archäologie einzuordnenden Projekte im Vordergrund, sondern der Aspekt der Machbarkeit in der Zusammenarbeit mit dem Kunden und das zur Verfügung stehende Material und die Örtlichkeiten sind für die Auswahl und letztendlich für die Gestaltung der Termine aus-schlaggebend. Die Auswahl geeigneter Aktionen und Projekte werden so gewählt und modifiziert, dass diese den didaktischen Inhalt, als auch das haptische Moment der Teilnehmer gleicher-maßen berücksichtigen. So werden Angebote gemacht, die sowohl ausserschulische Lernorte als auch Improvisationen und langfristig geplante Steinzeitprojekte abdecken. Die Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der jeweiligen Schule oder Institution statt. Sehr gute Rekonstruktionen von Bögen, Äxten und anderen Gebrauchsgegenständen ergänzen das umfangreiche Programm. Steinzeit zum anfassen: Pfeilspitzen, Steinbeile, Farbsteine, Kratzer und alles Originale! Das bieten keine Museen!

Der international gebräuchliche Terminus "Schamane" ist mandschutungusischen Ursprungs und gelangte über das Russische in den ethnologischen Wortschatz. Das ursprüngliche tungusische Wort "saman" (xaman) leitet sich von dem Verb "scha = wissen" her, "schaman" heißt also jemand, der weiß, wissend, ein Wissender ist. Nach manchen etymologischen Erklärungen kam das Wort aus dem Sanskrit durch chinesisch-buddhistische Vermittlung ins Mandschu-Tungusische. (Im Pali bedeutet "schamana", im Sanskrit "sramana" soviel wie "buddhistischer Mönch, Asket". Der Zwischenterminus lautet im Chinesischen „sha-men“.) Bei den sibirischen und zentralasiatischen Völkern erhielt sich natürlich auch die örtliche Benennung des Schamanen. Sie war bei den altaischen Türken "kam", bei den Jakuten "ojon" (und für eine Schamanin "udujan"), bei den Burjaten "böö", den Mittelasiaten "bakshi", den Samojeden "tadibe", den Lappen "noita", den Finnen "tietöjö" und den Ungarn "taltos". Wahrscheinlich können wir davon ausgehen, daß sich unser Nervensystem und unser Be-wußtsein gar nicht so sehr von den Wahrnehmungen und Fähigkeiten der paläontologischen Menschen unterscheidet. Man kann sich das Bewußtsein als eine Art Kontinuum vorstellen, an dessen einem Ende, das klare, rationale, logische Wachbewußtsein steht und an dessen anderen Ende die tiefe Trance anzusiedeln ist.

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